Wissenstransfer - mehr als Wissensübergabe

regalFür Großunternehmen wie auch bei den KMU wird immer deutlicher, dass es notwendig ist, unverzichtbare Kompetenzen rechtzeitig zu erkennen und zu erhalten. Dazu reicht nach neueren Erkenntnissen die klassische Form der Übergabe an den Nachfolger nicht mehr aus. Vielmehr muss ein kontinuierlicher Prozess in Gange gesetzt werden, bei dem deutlich wird,
- wann wer mit welchen Kompetenzen das Unternehmen verlässt,
- welche dieser Kompetenzen auch zukünftig unverzichtbar für das Unternehmen sind,
- wie der strukturierte Wissen
stransfer erfolgen soll.

Der Wissenstransfer durchläuft unabhängig vom Umfang des Wissens immer die Phasen:
Initiierung, Wissensfluss und Integration.

Bei der Initiierung wird der Wissenstransfer strukturiert gestartet und organisiert. Bei der Wissensflussphase findet die tatsächliche Transaktion des Wissens statt und in der letzten Phase wird das neu transferierte Wissen überprüft und ggf. in die bestehende Wissensbasis integriert.

Frau_Mann_PCTransferprozess
Ältere Mitarbeiter sollten in einer Art Transferprozess ihn Know-how an jüngere Mitarbeiter weitergeben. Dieser Vorgang sollte fest verankert sein in jährlich zu durchlaufenden Personalprozessen. Dieser Prozess ist Chefsache und muss von der Geschäftführung angestoßen und dann von einer eigens dafür ausgewählten und geschulten internen und externen Person durchgeführt werden. Hierbei unterstützen wie Sie mir geeigneten Methoden der Wissensermittlung, Kompetenzerkennung sowie bei den Maßnahmen der Selektion und geeigneten Form der Weitergabe.

Eine strukturierte Vorgehensweise ist hierfür unabdingbar:
Der Prozess beginnt mit einer umfassenden Analyse der unverzichtbaren Kompetenzen in der „Altersklasse 55+“, d. h. an die Kompetenzanforderungen der jeweiligen Arbeitsplätze. Es geht dabei um Kompetenzen die zukünftig wichtig sein werden und deshalb nicht verloren gehen dürfen.

Transparenz ist beim Wissenstransferprozess oberstes Gebot und wird durch ein umfassendes Kompetenzmodell gewährleistet, d. h. es erfolgt eine ganzheitliche Erhebung der fachlichen Kompetenzen und ebenso der Soft-Skills.

Die unverzichtbaren Kompetenzen sollten in Kompetenzebenen untergliedert werden,
Durch diese Zergliederung werden in hoher Genauigkeit die Fertigkeiten des Wissens-gebers dargestellt. Damit wird deutlich welches Know-how im Transferprozess an den Wissensnehmer übergeben werden muss.

Unverzichtbare Grundlage für einen gelungenen Wissenstransfer ist in Form einer Transferpartnerschaft darzustellen. Wissensgeber und Wissensnehmer stimmen darin überein, dass sie sich an der Weitergabe des unverzichtbaren Know-hows beteiligen. Hierfür schaffen wir eine Basis für ein vertrauensvolles Vorgehen auf beiden Seiten. Insbesondere die Wissensgeber sollten den Transferprozess als eine Wertschätzung ihrer persönlichen Leistungen und ihres Könnens empfinden. Dieses als wesentliches Element im Prozess zu integrieren und zu verdeutlichen, gehört für zur erfolgreichen Vorgehensweise dazu.